Zur diesjährigen Klausur trafen sich die Führungskräfte (Kommandanten, Zug- und Gruppenführer) aller Feuerwehren aus dem Gemeindegebiet Büchenbach im Gasthaus Rathmann in Laffenau.
Mit der Firma Tyczka Totalgaz ging es ums Thema Flüssiggas. In kurzweiliger Form zeigten uns die Referenten sowohl in Theorie als auch in Praxis, wo Sicherheit herrscht und wo Gefahren drohen. So erfuhren wir, dass 1Liter Flüssiggas (flüssige Form) 13000Liter zünd fähiges Gemisch ergeben kann. Ein Sicherheitsventil öffnet bei 15,6 bar.
Der ADAC testete dies bei einem PKW Brand, dort dauerte es ca. 4 min bis Gas aus dem Ventil austrat. Oberstes Gebot bei Gasbränden: stets den Gastank kühlen und nach Möglichkeit den Brand nicht löschen, sondern das Gas ab zu stellen.

Gas in Flüssigphase Foto: Butschek
KBM Stark gab Einblicke zum Thema: Hilfeleistungskontingent für Katastrophenhilfe. Angefordert wird es sowohl für überörtliche Einsätze bis zur Internationalen Hilfe. Eingesetzte Kontingente müssen für 48 Stunden autark agieren können. Die Feuerwehren der Gemeinde Büchenbach stellen ein LF 8/6 und 6 Helfer für das Standartkontingent „Mittelfranken-Süd“, indem insgesamt 28 Fahrzeuge mit 110 Helfern vertreten sind. Nach Packliste gefülltes Gepäck und mit ausreichender Schutzausrüstung geht’s im Alarmfall zum Einsatz.
Um die Bereitstellung von Löschwasser durch die öffentliche Trinkwasserversorgung ging es nach der Mittagspause. Als Referent konnte Hr. Rühl vom Wasserzweckverband Schwarzachgruppe gewonnen werden. Mindestvoraussetzung ist im Regelfall eine Menge von ca. 400l/min über 2 Stunden. Bei einem Hydrant H80 kann man von rund 800l/min ausgehen. Weiterhin referierte er über Rechtsvorschriften, die für Feuerwehren interessant werden, wenn für Kirchweihen oder ähnlichem, Hydranten für die Wasserversorgung gestellt werden.
Nochmal referierte KBM Stark, diesmal über Digitalfunk. Der Landkreis Roth hat sich bereit erklärt 2013 am Probebetrieb teil zunehmen. Für den Betrieb werden noch Schulungen angeboten, ein Onlinekurs steht bereits im Internet zur Verfügung. Digitalfunk basiert auf dem System Bündelfunk, hierbei wird ein Kanal nur bei Bedarf belegt. Der Unterschied von 2m und 4m fällt dann weg. In Zukunft wird es weiterhin Feststationen, Fahrzeug- und Handfunkgeräte geben, diese tragen dann die Bezeichnungen FRT, MRT, HRT.
Zum Abschluss des interessant und mit viel Wissen gestalteten Tages, stellte die Firma Plechinger einen Hybrid-PKW zur Schau. Hier konnten verschiedene Bauteile, welche für den Betrieb eines Hybridfahrzeugs notwendig sind, am Original betrachtet werden.
gez. Zehner stellv. Zugführer